Konjunktur: Flaute treibt Defizit - DER SPIEGEL
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Konjunktur Flaute treibt Defizit

Nach Berechnungen von Experten des Bundesfinanzministeriums gefährdet die Abschwächung der Konjunktur das Stabilitätsversprechen, das die Bundesregierung für den Euro abgegeben hat.
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In seinem alljährlichen Bericht über die Haushaltsentwicklung in Deutschland hatte das Finanzministerium noch Ende vergangenen Jahres an die EU-Kommission gemeldet, Bund, Länder, Gemeinden und staatliche Sozialversicherungen würden 2001 ein Defizit von nur anderthalb Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufweisen. Diese optimistische Zahl ist nicht mehr zu halten, wenn die Wachstumsaussichten von derzeit 2,75 Prozent nach unten revidiert werden müssen, wie allgemein erwartet wird. Sinke das Plus auf 2,25 Prozent, falle das gesamtstaatliche Defizit schon um zehn bis zwölf Milliarden Mark höher aus, heißt es in einem internen Papier des Bundesfinanzministeriums. Die Defizitquote steige dann um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte. Wachse die Wirtschaft nur um zwei Prozent, steige der Fehlbetrag in den öffentlichen Haushalten gar um 14 bis 16 Milliarden Mark. Die Defizitquote klettere dann auf 2,1 Prozent. Dann würde Deutschland im europäischen Vergleich mit am schlechtesten abschneiden.