Konjunktur-Indikator: Luxus läuft wieder - DER SPIEGEL
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Konjunktur-Indikator Luxus läuft wieder

Im letzten Jahr und vor allem nach dem 11. September lahmte das Geschäft beim weltgrößten Luxusartikel-Konzern LVMH - doch die Kauflaune ist zurückgekehrt. Bei Champagner, Wein, Leder und Mode gibt es zum Teil ein Umsatzplus von 20 Prozent.
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Paris - Trotz ansehnlicher Umsatzsteigerungen hat die Aktie von Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) nach Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal erst einmal verloren. Im Eurostoxx 50 notierte das Luxus-Papier gegen 15.15 Uhr bei einem Kurs von 57,10 Euro, ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Allerdings hat die Aktie in diesem Jahr bereits um 26 Prozent zugelegt, weil die Erholung des Geschäftes erwartet worden war.

Problemkinder bei LVMH bleiben noch die Geschäftszweige Parfüm und Kosmetik: Hier ging der Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2001 leicht von 506 auf 495 Millionen Euro zurück. Die Kunden hielten sich bei Einkäufen auf Reisen immer noch zurück, hieß es vom Konzern zur Begründung. Die Gesamtumsätze aber zogen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 2,96 Milliarden Euro an.

Mit einem Plus von 22 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro schnitt besonders die Sparte Leder und Mode gut ab - ihre Hauptmarken sind Louis Vuitton, Kenzo, Givenchy, Lacroix und das zuletzt erworbene US-Label Donna Karan. Doch auch die Wein- und Champagner-Sparte entwickelten sich mit einem Plus von 19 Prozent auf 457 Millionen Euro positiv.

2001 war zwar der LVMH-Umsatz um fünf Prozent auf 12,2 Milliarden Euro gestiegen, der Reingewinn aber von 722 Millionen Euro auf nur noch 10 Millionen Euro eingebrochen. Im letzten Jahr hatte LVMH alle Geschäfte der Kosmetik-Tochter Sephora in Deutschland und Japan geschlossen. Im Januar strich LVMH außerdem mehr als 1000 Stellen bei der Duty-Free-Kette DFS. Für 2002 strebt der Konzern eine deutliche Verbesserung des operativen Gewinns an.