Konjunktur Ökonomen uneinig über Wachstum in Deutschland
Hamburg - Führende Ökonomen sind weniger zuversichtlich als das Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Sie rechneten nicht damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr stärker zulegen wird als 2006, schreibt das "Handelsblatt". Im vergangenen Jahr hatte das Plus bei 2,8 Prozent gelegen. ZEW-Präsident und Mitglied des Sachverständigenrats Wolfgang Franz sagte, er erwarte zwar eine Fortsetzung des Aufschwungs, "aber höchstens in der Größenordnung von 2,5 Prozent".
Auch Ifo-Konjunkturexperte Gebhard Flaig sagte, "zulegen wird die Dynamik gegenüber 2006 nicht".
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält es hingegen für möglich, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr mit 3,2 Prozent so schnell wachsen könnte wie zuletzt im Boomjahr 2000. Die Kieler hatten bereits im Frühjahrsgutachten entgegen der Mehrheitsmeinung der Institute mit 3,0 Prozent Wachstum gerechnet.
Ihren Optimismus begründen sie vor allem mit den sehr günstigen Frühindikatoren. Die beiden wichtigsten deutschen Stimmungsindikatoren sind der Ifo- sowie der ZEW-Index, also Barometer der etwas weniger zuversichtlichen Institute.
kaz/dpa-AFX