Konjunktur: ZEW-Index bricht ein - Aufschwung ebbt ab - DER SPIEGEL
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Konjunktur ZEW-Index bricht ein - Aufschwung ebbt ab

Hoher Ölpreis, steigende Zinsen, teurer Euro: Trotz des Booms an den Aktienmärkten schätzen professionelle Anleger und Analysten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft wieder pessimistischer ein. Ihre Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Juli drastisch verschlechtert.
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Mannheim - Der entsprechende Index ging von 20,3 Punkten im Juni auf nunmehr 10,4 Zähler zurück, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) heute in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen leichten Rückgang auf 19,5 Punkte erwartet, nachdem der Index von Mai auf Juni bereits von 24,0 auf 20,3 Zähler gefallen war. "Die Konjunkturerwartungen zeigen an, dass die deutsche Wirtschaft mit einer etwas nachlassenden Dynamik in das Jahr 2008 starten wird", gab sich ZEW-Präsident Wolfgang Franz dennoch gelassen.

Die befragten Analysten und institutionellen Investoren sehen den Angaben zufolge insbesondere beim inländischen Konsum und beim Bau Anzeichen einer Abschwächung auf Sicht von sechs Monaten. Gründe für diese Einschätzungen dürften unter anderem der Aufwärtstrend des Ölpreises und die steigenden Zinsen sein. Auch die Aussichten für die US-Konjunktur sehen die Experten laut ZEW kritischer. Daneben erschwere der gegenüber dem Dollar teure Euro die Exportchancen deutscher Unternehmen.

Auch die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage verschlechterte sich: Der entsprechende Indikator sank geringfügig um 0,5 Punkte auf 88,2 Zähler. Der ZEW-Konjunkturindikator gilt als ein wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft. Für ihn werden regelmäßig rund 300 Analysten und institutionelle Anleger befragt.

sam/DDP/Reuters