Konjunkturflaute: BASF schickt Belegschaft in Urlaub - DER SPIEGEL
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Konjunkturflaute BASF schickt Belegschaft in Urlaub

In Ludwigshafen stehen die Räder demnächst still. Wegen der weltweiten Konjunkturflaute muss der Chemiekonzern BASF seine Produktion weiter drosseln.
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Ludwigshafen - Wie Firmensprecherin Sabine Schulte am Freitag bestätigte, sollen im Stammwerk zahlreiche Anlagen vorübergehend abgeschaltet werden, um der gesunkenen Nachfrage Rechnung zu tragen. Nach unbestätigten Informationen liegt die Auslastung des Stammwerks derzeit nur bei 70 Prozent.

Schulte sagte, vor allem die weltweite Nachfrage nach Kunststoffen sei derzeit gering. Schuld ist unter anderem die schlechte Autokonjunktur in den USA. Die vorübergehenden Abschaltungen würden nicht zu Entlassungen führen. Vielmehr sollten die Mitarbeiter verstärkt Überstunden abbauen und Urlaub nehmen, so das Unternehmen.

Schulte sagte, noch sei unklar, welche Fabriken in Ludwigshafen zeitweise abgeschaltet würden. Eine Entscheidung solle bis Anfang Dezember fallen. Das BASF-Stammwerk umfasst etwa 250 Produktionsstätten und ist damit einer der größten Chemiekomplexe der Welt. Rund 39.000 Menschen sind dort beschäftigt.

Bereits im Juni hatte BASF-Chef Jürgen Strube die Schließung von zehn Standorten sowie 14 weiteren Anlagen weltweit angekündigt und dies mit der nachlassenden Chemiekonjunktur begründet. Zudem hatte der Vorstandsvorsitzende erklärt, der Konzern werde die interne Organisation straffen und die laufenden Investitionen um 20 Prozent kürzen.