Konjunkturflaute: Einzelhandel bricht ein - DER SPIEGEL
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Konjunkturflaute Einzelhandel bricht ein

Der Abschwung in Deutschland erreicht den Einzelhandel: Die Branche hat im Januar weniger Umsatz verbucht als erwartet. Vor allem bei Internet- und Versandanbietern gingen die Geschäfte zurück.
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Berlin/Wiesbaden - Die Wirtschaftskrise dämpft den Konsum: Die deutschen Einzelhändler haben im Januar weniger Geld eingenommen. Der Umsatz sank überraschend stark um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

Preisbereinigt fiel das Minus mit 1,3 Prozent noch etwas größer aus. Auch im Vergleich zum Vormonat gab der Umsatz um 0,5 Prozent und preis- sowie saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent nach.

Die Geschäfte liefen damit schlechter als erwartet. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten zuvor mit einem realen Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Dezember und einem realen Minus von 1,0 Prozent zum Vorjahresmonat gerechnet.

Besonders schlecht liefen die Geschäfte im Internet- und Versandhandel. Hier brach der Umsatz um 7,5 Prozent im Vergleich zu Januar 2008 ein. Der Lebensmittelhandel setzte 1,2 Prozent weniger um, Waren- und Kaufhäuser hatten 1,1 Prozent weniger in den Kassen. Lediglich der Handel mit Kosmetik, pharmazeutischen und medizinischen Produkten kam auf ein Umsatzplus von 1,2 Prozent - real blieb aber auch hier ein Minus.

Das Ergebnis für den Januar 2009 wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen circa 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden. Die Aussichten für das laufende Jahr bleiben verhalten. Der Branchenverband HDE rechnet bestenfalls noch mit stagnierenden Umsätzen. 2008 hatten die Händler noch 2,2 Prozent mehr eingenommen.

suc/Reuters/dpa-AFX

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