Konjunkturflaute Maschinenbauer verbuchen Rekordminus
Frankfurt am Main/Düsseldorf - Hiobsbotschaft aus dem Maschinenbau: Der Auftragseingang brach nach Angabe des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im November um 30 Prozent ein. Inflationsbereinigt sank die Nachfrage aus dem Inland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32 Prozent, die Auslandsnachfrage fiel um 29 Prozent.
Die Zahlen deuten dem VDMA zufolge für das Schlussquartal 2008 auf einen bisher noch nie gesehenen Rückgang der Aufträge hin. Der Verband stellte zugleich seine eigene Prognose für das laufende Jahr in Frage. Ursprünglich hatte die Branche mit einer stagnierenden Produktion gerechnet. Jetzt wollen die Hersteller im Februar einen aktualisierten Ausblick geben.
"Es geht darum abzuschätzen, wie groß das Minus ist", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Er bekräftigte zugleich, dass die Prognose für 2008 aufrechterhalten bleibt, wonach mit einen Wachstum von fünf Prozent gerechnet wird.
Auf die Beschäftigungslage in der Branche habe sich die Entwicklung bisher noch nicht dramatisch ausgewirkt, allerdings lägen nur Zahlen bis Oktober vor, hieß es weiter. Bisher sei aus den Firmen zu hören, dass Leiharbeit nicht verlängert wird, Einstellungsstopps erlassen werden und Kurzarbeit an Bedeutung gewinnt. "Alle Unternehmen sagen: Wir setzen alles daran, unsere Stammbelegschaft zu halten", sagte VDMA-Ökonom Wiechers.