Konjunkturproblem: Ausländer stampfen Investitionspläne ein - DER SPIEGEL
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Konjunkturproblem Ausländer stampfen Investitionspläne ein

Die Bereitschaft ausländischer Unternehmen, in Deutschland zu investieren, schwindet immer mehr. Hilmar Kopper, der sich für die Bundesregierung um diese nötigen internationalen Kapitalzuflüsse bemüht, hat nur noch wenig Hoffnung.
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Berlin - Kopper, der Bundesbeauftragter für Auslands-Direktinvestitionen in Deutschland ist, geht mittlerweile für 2003 von einer Halbierung der Kapitalströme aus, die Unternehmen in Deutschland zugute kommen.

"Es werden wohl hoffentlich 20 Milliarden Euro werden“, sagte der ehemalige Deutsche-Bank-Chef am Donnerstag in Berlin. Er gehe davon aus, dass die Zahl von knapp 40 Milliarden Euro aus 2002 nicht erreicht werde. "Ich wäre froh, wenn wir die Hälfte schaffen würden."

Kopper führte den erwarteten Rückgang nicht auf aktuelle Ereignisse wie etwa die Diskussion über Steuererhebungen oder die Verschlechterung der deutsch-amerikanischen Beziehungen durch das Thema Irak zurück. Auf letzteren Punkt angesprochen sagte er: "Ich habe keinerlei Indiz, dass sich die Verstimmung zwischen Deutschland und den USA im Denken der Investoren niederschlägt." Hauptgrund ist nach Koppers Ansicht die weltwirtschaftliche Schwächephase: "Wenn es allen nicht gut geht, denkt man zuerst über Investitionen zu Hause nach."

Rund 22 000 Gesellschaften in Deutschland sind in ausländischem Mehrheitsbesitz. Sie bieten zwei Millionen Arbeitsplätze und machen einen Umsatz von insgesamt 500 Milliarden Euro.

Direktinvestitionen nach Deutschland 1991 bis 2002

Jahr Jahresgesamtwert
1991 3,920 Mrd. Euro
1992 -1,631 Mrd. Euro
1993 0,303 Mrd. Euro
1994 5,786 Mrd. Euro
1995 8,615 Mrd. Euro
1996 4,944 Mrd. Euro
1997 10,614 Mrd. Euro
1998 22,192 Mrd. Euro
1999 51,392 Mrd. Euro
2000* 211,786 Mrd. Euro
2001 35,574 Mrd. Euro
2002 40 Mrd. Euro**
Quelle: Deutsche Bundesbank
* Sonderfaktor 2000: Mannesmann-Übernahme
**geschätzt (Jan.-Nov. 2002: 37,6 Mrd. Euro)