Konkurrenz holt auf: Eine Bummelbahn namens Transrapid - DER SPIEGEL
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Konkurrenz holt auf Eine Bummelbahn namens Transrapid

Trotz einer Forschungs- und Entwicklungszeit von mehr als 30 Jahren gerät der Transrapid mangels Anwendung technologisch ins Hintertreffen. Nach Meinung eines Bahnexperten ist das japanische Konkurrenzprodukt der deutschen Magnetbahn inzwischen ebenbürtig.
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Berlin - "Von der technischen Reife her ist die japanische Magnetschnellbahn inzwischen auf dem gleichen Niveau wie der Transrapid", sagte der Chef des Berliner Instituts für Bahntechnik, Peter Mnich, der "Berliner Zeitung".

Nach mehr als 30 Jahren Forschung und einer immer noch fehlenden Anwendungsstrecke in Deutschland holt die technisch in der Vergangenheit als zweitklassig geltende japanische Alternative Maglev auf. Waren Experten bisher davon ausgegangen, dass die Deutschen nach wie vor einen Entwicklungsvorsprung von mehreren Jahren haben, sei das japanische Konkurrenzprodukt nunmehr ebenfalls so weit ausgereift, "dass es praktisch eingesetzt werden kann", sagte Mnich.

Der Sprecher der Vermarktungsgesellschaft Transrapid International, Peter Wiegelmann, sagte: "Technisch sind die Japaner vielleicht so weit wie wir", ihnen fehle aber noch die Genehmigung für den Betrieb. Das Transrapid-Konsortium um ThyssenKrupp   und Siemens   nehme "sehr ernst, was in Japan passiert". Es sei ärgerlich, "dass wir durch die jahrelangen Verzögerungen beim Transrapideinsatz in Deutschland viel Zeit verloren haben".

Vor wenigen Tagen erst hatte die japanische Magnetschnellbahn Maglev zwei neue Geschwindigkeits-Weltrekorde aufgestellt. "Der entscheidende Nachteil der Japaner ist jedoch, dass sie noch nicht über eine kommerzielle Anwendungsstrecke verfügen", sagte Mnich. Der Transrapid dagegen soll Anfang 2004 zwischen der U-Bahn-Station Schanghai-Long Yang und dem Flughafen Schanghai seinen fahrplanmäßigen Betrieb aufnehmen. Weitere Strecken existieren nicht.