Konsumflaute: Aldi-Umsätze sind 2003 eingebrochen - DER SPIEGEL
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Konsumflaute Aldi-Umsätze sind 2003 eingebrochen

Die Werbebranche kann im Januar über ein schwungvolles Geschäft jubeln. Vor allem die Discounter stocken ihre Reklameetats auf. Aus gutem Grund: Die Konsumkrise hat auch die Billiganbieter getroffen, wie die Jahreszahlen von Aldi zeigen.
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Hamburg/Essen - Laut Nielsen Media Research ist der Werbemarkt im Januar um 2,4 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro in den klassischen Medien gegenüber dem Vorjahresmonat gewachsen. Insbesondere Handelsketten wie Aldi oder Lidl stocken ihre Werbeetats weiter auf. "Die Discounter setzen ihre Expansionsstrategie in allen Dimensionen fort", sagte Nielsen-Geschäftsführer Ludger Vornhusen.

Dass vor allem die großen Handelsketten mehr Reklame machen, verwundert nicht. Die bislang erfolgsverwöhnten Billigheimer hadern mit sinkenden Umsätzen - und das nicht erst seit dem vergangenen Jahr.

Beispiel Aldi: Wie die "Lebensmittel-Zeitung" berichtet, hat die Norddivision des deutschen Marktführers schon 2003 einen Umsatzrückgang von 2,1 Prozent verbucht, während Aldi-Süd um 2,1 Prozent zulegen konnte. Allerdings resultiert der Anstieg vor allem aus der Ausweitung des Filialnetzes. So sank im Süden der Jahresumsatz pro Filiale beträchtlich: von 7,6 Millionen Euro in 2002 auf 7,1 Millionen Euro im Folgejahr. Die Renditen des Discountprimus seien allerdings nach wie vor auf höchstem Niveau: Aldi-Nord erreicht eine Vorsteuerrendite von 3,7 Prozent, Aldi-Süd kommt auf 5,1 Prozent.

Die Lebensmittel-Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf im Bundesanzeiger veröffentlichte Bilanzen von 35 Aldi-Gesellschaften. Übergreifende Unternehmenszahlen gibt Aldi traditionell nicht heraus.

2004 dürfte sich die Situation kaum verändert haben. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung wuchs der Discountermarkt im vergangenen Jahr mit 2,8 Prozent langsamer als in den Vorjahren. Aldi konnte demnach nur einen um 1,5 Prozent wachsen und rutschte in der zweiten Jahreshälfte sogar ins Minus.