Konsumklima Weihnachten macht Deutschen Einkaufslaune
Nürnberg Insgesamt ist der Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gesunken - von 4,8 Punkten im November auf 4,4 Punkte im Dezember. Allerdings liegt das vor allem daran, dass sich die Erwartungen der Verbraucher an ihre Einkommensentwicklung und an das Wirtschaftswachstum verringert haben. Damit haben sich zwei von drei Werten, aus denen sich der Index berechnet, verschlechtert. Trotz dieses Pessimismus' kaufen die Deutschen aber in der Vorweihnachtszeit mehr ein als noch im November: Der dritte Index-Wert über die sogenannte Anschaffungsneigung ist anders als im November wieder gestiegen - um 11,1 Punkte.
"Neben dem Weihnachtsgeschäft haben die zurückgegangenen Preiserwartungen zu einer Erholung der Anschaffungsneigung geführt", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Rohöl- und Benzinpreise seien unter ihre jüngsten Höchstkurse gefallen. Zudem habe sich auch beim Anstieg der Lebensmittelpreise die Lage wieder beruhigt.
2008 soll das Stimmungsbarometer laut GfK auch insgesamt wieder steigen - das Marktforschungsinstitut erwartet für Januar einen Wert von 4,5 Punkten. Vor allem die Reallöhne, die zum ersten Mal seit langem im kommenden Jahr wieder steigen sollen, werden die Laune der Verbraucher verbessern, glaubt die GfK. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Reallohnsteigerungen auch in einem Anstieg der Konsumausgaben niederschlagen", sagte Bürkl.
Die GfK erwartet im kommenden Jahr einen Einkommenszuwachs von 3,8 Prozent. "Die erneute Zunahme der Beschäftigung wird den Konsum zusätzlich stützen", sagte Bürkl. Neben den steigenden Einkommen dürfte auch die verminderte Angst vor der Arbeitslosigkeit die Sparneigung vermindern. Bürkl erwartet daher im kommenden Jahr einen leichten Rückgang der Sparquote.
ase/dpa-AFX/Reuters