Konzerne: BMW-Werk in Ostdeutschland? - DER SPIEGEL
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Konzerne BMW-Werk in Ostdeutschland?

Das neue BMW-Werk, in dem die künftige Einer-Baureihe produziert werden soll, wird voraussichtlich in Ostdeutschland entstehen: Leipzig hat gute Chancen, Standort des Werks mit mehreren tausend Arbeitsplätzen zu werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Arbeitsgruppe von BMW unter Leitung des Konzernchefs Joachim Milberg, die sich mit der Auswahl beschäftigt, hat zwar auch Standorte in Frankreich und Tschechien in der engeren Auswahl. Für diese spricht neben niedrigeren Lohnkosten auch die teilweise zugesagte Steuerbefreiung. Doch BMW-Manager sehen Vorteile für ein Werk in den neuen Bundesländern.

Neben Leipzig sind noch Standorte in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt im Rennen. In Ostdeutschland könnte die Produktion wegen der besseren Verkehrsanbindung und der einfacheren Verständigung schneller hochgefahren werden. Zudem werden dort Investitionszuschüsse von 18 Prozent gewährt. Bei einer Investitionssumme von einer Milliarde Mark würde BMW so 180 Millionen vom Staat ersetzt bekommen.

Gegen einen Standort im Ausland sprechen auch die schlechten Erfahrungen von BMW mit seinem Werk in den USA. Dort mussten die Münchner lange mit Qualitätsproblemen kämpfen. Endgültig fallen soll die Entscheidung auf der Aufsichtsratssitzung am 4. Juli.