Konzerntitanen: Beste Deutsche auf Rang 40 - DER SPIEGEL
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Konzerntitanen Beste Deutsche auf Rang 40

Jahr für Jahr listet die "Financial Times" die nach Börsenwert größten 500 Konzerne der Welt auf - für die Finanzwelt ein Barometer des wirtschaftlichen Erfolges. In diesem Jahr landen die besten deutschen Unternehmen auf den Plätzen 40, 53, 85 und 100 - und das ist schon ein Fortschritt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - General Electric  , Microsoft  , Exxon Mobil  , Pfizer und Citigroup   - die Top fünf des Konzernrankings werden wieder einmal von Amerikanern beherrscht. Neu ist allenfalls, dass GE den Softwarekonzern Microsoft wieder an der Spitze abgelöst hat, dass die Citigroup sich einen Platz vorangeschoben hat und die Mega-Markt-Kette Wal-Mart   auf Rang sechs abrutschte. Spitzenreiter GE brachte es am Stichttag auf fast genau 300 Milliarden Dollar Börsenwert, 40 Milliarden mehr als 2003.

Die wertvollsten europäischen Konzerne folgen erst auf Rang neun und zehn, beide stammen aus Großbritannien: Es sind der Ölmulti BP und die Großbank HSBC. Als wertvollster nichtangelsächsischer Konzern folgt Toyota auf Platz 16, aufgestiegen von Rang 26. Die wertvollste kontinentaleuropäische Akiengesellschaft ist Novartis (Rang 21, abgestiegen von 17), gefolgt von Total   (23, nach 25).

Weiterhin bemerkenswert: Der größte chinesische Konzern landet auf Rang 67 (von 66): China Mobile, ansässig in Hongkong, mit einer Marktkapitalisierung von 57 Milliarden Dollar. Der russische Rohstoffriese Gazprom landet nun auf Rang 77 - im Vorjahr reichte es nur für Platz 169 - und ist damit das bestplatzierte Unternehmen aus einem Schwellenland. Insgesamt finden sich sieben russische Konzerne in der Liste.

Fernöstliche Zeitenwende

Während die US-Amerikaner die Liste weiterhin dominieren - auch wegen der in den USA ausgeprägteren Aktienkultur - ist ihre Zahl doch von 240 auf 227 gefallen. Japan ist mit 58 Konzernen in dem Ranking vertreten und damit die Nation, die sich am zweitbesten schlägt. Zeichen für die Erholung des Landes: 2003 kamen nur 47 Konzerne aus Japan in die Liste.

Auf den Folgeplätzen nach Länderauswertung kommen Großbritannien und Frankreich. Asien insgesamt stellt 79 der größten 500 Unternehmen, ist aber mächtig im Kommen. In den Top 50 sind außer Toyota noch NTT Docomo (25), NTT (33) und Samsung (45) vertreten. In absehbarer Zeit dürfte Ostasien den Amerikanern nach der Zahl der platzierten Konzerne den Rang ablaufen, prognostiziert die "FT".

Die Schweiz wieder überrundet

Deutschland hat in diesem Jahr wieder die Schweiz abgehängt und ist das Land, das nach Zahl der Top-Konzerne auf Rang fünf landet. Grund ist die deutliche Erholung des Börsenwertes bei den meisten Dax-Unternehmen. Zwei Firmen - die Post und die Münchner Rück - konnten gar über 100 Plätze gutmachen.

Für die Top 100 reichte es aber nur bei vier Konzernen: Die Deutsche Telekom   kam auf Rang 40, Siemens   landet auf Platz 53, SAP auf 85 und E.ON auf 100. Während sich E.ON nur leicht verbesserte, haben die anderen drei Konzerne deutliche Sprünge nach vorn gemacht.

Stichtag für die Berechnung des Rankings war der 25. März. Es ist das 22. Mal, dass die "FT" ihre Global-Rangfolge erstellt. Die Marktkapitalisierung (Börsenwert) eines Unternehmens wird berechnet, indem der Wert einer Aktie mit der Zahl der ausgegebenen Papiere multipliziert wird.