Konzernumbau: Manager stellen sich hinter VW-Markenchef Bernhard - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Konzernumbau Manager stellen sich hinter VW-Markenchef Bernhard

Die Spekulationen über den Verbleib von Volkswagen-Markenchef Wolfgang Bernhard reißen nicht ab. Während sich zahlreiche Führungskräfte für Bernhard aussprechen, ist dessen Abgang für Ende Januar angeblich schon geplant.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Eine Woche vor der nächsten Aufsichtsratssitzung wurde jetzt bekannt, dass die Interessenvertretung der leitenden VW-Angestellten (VMA) sich für einen Verbleib Bernhards ausgesprochen hat. Wie "Capital" berichtet, betonten die Manager Mitte Dezember in einem Brief die gute Zusammenarbeit. Die Erfolge seiner Aufräumarbeiten bei Volkswagen   ließen sich an guten Ertragszahlen ablesen. Laut "Capital" zeigten interne Zahlen, dass der Gewinn der Marke im vergangenen Jahr vor Steuern auf 1,6 Milliarden Euro vervierfacht werden konnte. Der Absatz sei von 3,1 auf 3,4 Millionen Autos gestiegen.

Nach einem internen Abschiedsszenario sei Bernhards Teilnahme an der Detroit Motorshow kommenden Sonntag, ein Pflichttermin der Branche, allerdings schon nicht mehr geplant. Stattdessen werde Konzernchef Winterkorn alleine im Rampenlicht stehen. Winterkorn, der seit Anfang des Jahres den Job von Bernd Pischetsrieder übernommen hat, wird auf der Aufsichtsratssitzung seine Pläne zur Umstrukturierung des Konzerns vorstellen. Danach soll die Macht der Markenvorstände eingeschränkt werden. Noch vor Weihnachten hatte Bernhard erklärt, er würde seinen Vertrag weiter erfüllen, solange sich dessen Inhalt nicht ändere. Nach dem Szenario könnte der VW-Markenchef aber Ende Januar den Konzern nach zweijähriger Amtszeit verlassen.

ore/ddp/AP

Mehr lesen über