Kooperationen Lufthansa verbündet sich mit russischer AirUnion
Düsseldorf - Ein Sprecher von Deutschlands größter Fluglinie bestätigte heute einen Bericht des "Handelsblatts". Beide Fluggesellschaften hätten eine entsprechende Absichtserklärung zur Entwicklung einer strategischen Partnerschaft unterzeichnet.
Diese sehe zunächst den gegenseitigen Verkauf der Flugtickets ab Sommer 2008 und mittelfristig eine Zusammenarbeit bei den Vielfliegerprogrammen und gemeinsame Codeshare-Flüge vor. Dabei teilen sich zwei oder mehrere Fluggesellschaften einen Linienflug. Jede der beteiligten Gesellschaften führt diesen Flug unter einer eigenen Flugnummer.
"Russland ist für unsere Kunden ein wichtiges Ziel mit stetig wachsender Bedeutung. Gemeinsam mit AirUnion werden wir für unsere Fluggäste ein dichtes Netz innerrussischer Verbindungen anbieten können und damit unsere Position in diesem aufstrebendem Markt entscheidend verbessern", sagte Mayrhuber.
AirUnion ist die nach Aeroflot zweitgrößte Fluggesellschaft Russlands. Sie ist ein Zusammenschluss aus fünf russischen Fluglinien und beförderte im vergangenen Jahr 4,9 Millionen Passagiere. Der Umsatz lag dem Blatt zufolge bei rund 670 Millionen Euro. AirUnion verfüge über ein ausgebautes russlandweites Streckennetz mit Landerechten auf 35 Flughäfen und biete auch internationale Flüge an. Allerdings sei ihr Flugzeugbestand von derzeit 70 Maschinen weitgehend veraltet, schreibt die Zeitung und beruft sich auf Moskauer Analysten.
Lufthansa ist laut "Handelsblatt" mit derzeit etwa 120 Verbindungen pro Woche und neun Zielen die aktivste westliche Fluggesellschaft in Russland. Die AirUnion-Flugstrecken könnten jetzt das Lufthansa-Angebot nach Russland mit wöchentlich 200 Verbindungen zu 18 Zielen ergänzen, teilte Lufthansa mit. Eine Kooperation würde für beide Partner das Streckennetz erweitern, sie solle über die Drehkreuze Frankfurt am Main und Moskau entwickelt werden.
Vor drei Jahren hatte Lufthansa vergeblich versucht, die führende russische Fluggesellschaft Aeroflot als Partner zu gewinnen. Diese hatte sich dem Bündnis Sky Team des Konkurrenten Air France-KLM angeschlossen.
mik/ddp/dpa-AFX