Kopper contra Breuer Machtkampf bei der Deutschen Bank
München - Ein Machtkampf lähmt nach einem "Focus"-Bericht Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Aufsichtsratschef Kopper habe vergeblich versucht, Breuer zu stürzen. Der Vorstandsvorsitzende sollte durch den fürs Investment-Bankengeschäft zuständigen Vorstand Josef Ackermann ersetzen wollen.
Allerdings stünden die anderen Arbeitgebervertreter im Aufsichtsrat der Bank weiterhin hinter Breuer. Gegen Ende der Woche hätten sich die Fronten wieder etwas beruhigt.
Der 62-jährige Breuer, der 1997 Hilmar Kopper als Vorstandschef der Deutschen Bank abgelöst hatte, war in die Schusslinie geraten, nachdem die Fusion zwischen Deutscher und Dresdner Bank überraschend geplatzt war.
Offensichtlich ist Breuers Position nicht nur im eigenen Aufsichtsrat umstritten. Auch beim Versicherungsriesen Allianz, Großaktionär der Deutschen Bank, mehren sich Anzeichen, dass eine Ablösung Breuers gefordert werden könnte.
Breuer selbst hat einen Rücktritt bislang mit dem Hinweis zurückgewiesen, er habe sich nichts vorzuwerfen.