Korrupte Manager Experte fordert Berufsverbot
Düsseldorf - Baums verlangt, beteiligte Manager in krassen Fällen mit einem Berufsverbot zu belegen. Außerdem müsse die zivilrechtliche Haftung der Täter für die von ihnen verursachten Schäden verschärft werden, sagte der Rechtsexperte laut Vorabbericht dem "Handelsblatt". "Die Beute muss dem Räuber abgejagt werden", forderte Baums.
Die genannten Affären bei Infineon und Volkswagen bezeichnete er als "die Spitze des Eisbergs". Das "Dunkelfeld" sei bei Korruption, Bestechlichkeit und Untreue außerordentlich hoch.
Baums leitet die Regierungskommission Corporate Governance, die Richtlinien für eine transparente Unternehmensführung entwickelt hat. Er forderte die Unternehmen auch auf, selbst durch interne Verhaltensrichtlinien und mehr Kontrolle Bestechungsfällen vorzubeugen.
Die Politik rief er auf, flankierende gesetzliche Vorschriften zu erlassen. So belegten die Vorfälle bei Volkswagen, dass das System der Unternehmensführung dringend reformbedürftig sei. Kritik übte Baums auch an der paritätischen Besetzung des Aufsichtsrats mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern.