Korruptionsskandal : Razzia bei Samsung-Chef - DER SPIEGEL
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Korruptionsskandal Razzia bei Samsung-Chef

Ermittler haben im Korruptionsskandal um den Elektronikhersteller ein Büro und das Haus von Lee Kun Hee sowie die Wohnungen sieben weiterer Manager durchsucht.
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Seoul – Für die betroffenen Samsung-Manager wird es eng: Sie dürfen das Land laut "Korea Herald" nicht verlassen. Neben Lee Kun Hee mussten sich auch der Vizevorsitzende Lee Hak Soo und fünf andere Topmanager von Südkoreas größtem Konzern Durchsuchungen zu Hause gefallen lassen.

Das Parlament hatte die Sonderermittlungen gegen den Samsung-Konzern, zu dem auch der weltgrößte Speicherchiphersteller Samsung Electronics gehört, im November beschlossen. Auslöser waren Vorwürfe eines früheren Anwalts des Konzerns, Kim Yong Chul, sowie einiger Bürgerorganisationen.

Nach Kims Angaben soll Samsung unter den Namen von Managern und anderen Angestellten zahlreiche Konten eingerichtet und auf diesen illegale Finanzmittel deponiert haben. Aus den schwarzen Kassen sollen Schmiergelder an Staatsbeamte, Journalisten sowie auch hohe Vertreter der Staatsanwaltschaft geflossen sein. Die Anklagebehörde hat eigene Ermittlungen aufgenommen. Samsung hat die Vorwürfe bestritten.

Bei den Sonderermittlungen soll auch der Vorwurf der Opposition geklärt werden, wonach der scheidende Staatspräsident Roh Moo Hyun vor und nach der Präsidentenwahl 2002 Geld von Samsung erhalten haben soll. Der Umsatz des Mischkonzerns betrug im vergangenen Jahr 159 Milliarden Dollar und damit etwa ein Sechstel des südkoreanischen Bruttoinlandsprodukts.

ase/dpa/Reuters