Korruptionsverdacht Manager der Deutschen Bahn verhaftet
Frankfurt am Main - Der Sprecher Rainer Schilling von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erklärte am Mittwoch, vermutlich handle es sich dabei nur um die Spitze eines Eisbergs. Möglicherweise bestehe bei der Bahn ein weit verzweigtes Korruptionsnetz. Laut Staatsanwaltschaft erfolgten die Verhaftungen am Dienstag; zugleich wurden im Bundesgebiet 17 Wohnungen sowie Büros bei der Bahn und zwei beteiligten Firmen durchsucht.
Der Beamte war früher bei der Bahn mit für den Einkauf verantwortlich. Er soll von den beiden Firmen mit 3,4 Millionen Mark in Geld und Sachleistungen bestochen worden sein und diesen dafür Aufträge im Wert von über 100 Millionen Mark zugeschanzt haben.
Die Deutsche Bahn AG erklärte, die Vorgänge seien durch interne Revision ins Rollen gebracht worden. In Bereich des betroffenen Einkaufsleiters seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Nach Einschaltung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie gesondert beauftragter Anwälte habe sich der Korruptionsverdacht verdichtet. Daraufhin habe die Bahn im Sommer letzten Jahres bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt Strafanzeige erstattet.