Korruptionsverdacht: Weiterer Manager bei VW verhaftet - DER SPIEGEL
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Korruptionsverdacht Weiterer Manager bei VW verhaftet

Der VW-Konzern kommt nicht zur Ruhe: Ein 50 Jahre alter Mitarbeiter eines für den Einkauf bei Volkswagen zuständigen Unternehmens ist in Wolfsburg verhaftet worden. Er soll von einem Lackhersteller aus Bayern geschmiert worden sein.
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Wolfsburg - Gegen den Leiter einer Firma "bei der Volkswagen AG  , Wolfsburg", wie es im Haftbefehl heißt, wurde bereits seit Anfang Mai wegen des Verdachts der Korruption ermittelt. Nachdem der Verdächtige in den vergangenen Tagen versucht habe, Zeugen zu einer falschen Aussage zu bewegen, sei gegen ihn Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr erlassen und vollstreckt worden, teilten das Landeskriminalamt Niedersachsen und die Staatsanwalt Braunschweig heute mit.

Dem 50-Jährigen werde Bestechlichkeit in drei besonders schweren Fällen vorgeworfen. Er soll gegen Vergünstigungen eines Lackhersteller aus dem nordbayerischen Klingenberg Aufträge vergeben haben. Insgesamt werde gegen 13 Personen ermittelt, hieß es. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sollen die Auto-Manager zu teuren Auslandsreisen nach Mexiko und Brasilien eingeladen worden sein. Auch bestehe der Verdacht, dass Schmiergelder gezahlt wurden, um an Aufträge zu gelangen, hieß es.

Das Verfahren wurde durch zwei anonyme Hinweise ins Rollen gebracht, die das Landeskriminalamt Ende 2004 und Mitte 2005 über das sogenannte Business-Keeper-Monitoring-System (BKMS) im Internet erhalten hatte. Während sich der erste Informant nur einmal bei der Polizei gemeldet hatte, trat der zweite in eine kurze Korrespondenz mit den Beamten. "Wir wissen auch heute nicht, von wem der Hinweis kam. Das zeigt, dass das System funktioniert", sagte Staatsanwalt Joachim Geyer SPIEGEL ONLINE.

Im Zuge des Verfahrens seien am 10. Mai mehrere Firmen und Wohnungen in Deutschland und ein Anwesen in Frankreich durchsucht worden, so Geyer. Erste Auswertungen beschlagnahmter Unterlagen hätten den Verdacht erhärtet. Das Verfahren stehe in keinerlei Zusammenhang mit der VW-Affäre.

jdl/dpa/AP

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