Kosten zu hoch Commerzbank-Gewinn bricht ein
Frankfurt am Main - Das Ergebnis vor Steuern erreichte im ersten Halbjahr 2001 nur noch 495 Millionen Euro (968 Millionen Mark), nachdem es im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch bei 1,9 Milliarden Euro (3,7 Milliarden Mark) gelegen hatte. Die Commerzbank machte in einer Mitteilung am Donnerstag die schwache Tendenz an den internationalen Aktienbörsen und den weltweiten Konjunkturabschwung für die Entwicklung verantwortlich.
Der Verwaltungsaufwand der Bank stieg nach eigenen Angaben um 17,8 Prozent deutlich an und lag damit bei 2,909 Milliarden Euro. Angesichts dieses Kostenschubs kündigte der Vorstand weit reichende Einsparungen an. "In den kommenden Jahren werden wir noch stärker auf die Kostenbremse treten", hieß es. Ziel sei es, bereits im nächsten Jahr weniger für Verwaltung auszugeben.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, machte sich die Börsenflaute im Rückgang des Provisionsüberschusses in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,5 Prozent besonders bemerkbar. So haben die übrigen, fast durchweg gestiegenen Einnahmen den Rückgang von Wertpapierprovisionen um ein Drittel nicht ausgleichen können.