KPMG: Gläubiger fordern zwei Milliarden Mark Schadenersatz - DER SPIEGEL
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KPMG Gläubiger fordern zwei Milliarden Mark Schadenersatz

Die durch die FlowTex-Pleite geschädigten Banken und Leasingfirmen formieren sich gegen die Wirtschaftsprüfer-Gesellschaft KPMG. Auch Dresdner Bank und Commerzbank lassen offenbar Schadenersatz-Ansprüche prüfen.
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Frankfurt am Main - Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" gehören die beiden Großbanken zu jenem bisher anonymen Pool von Kreditinstituten und Leasingfirmen. Insgesamt zählen zu dem Interessenkreis, den der Freiburger Rechtsanwalt Christian Wolf vertritt, 78 Banken Sparkassen und Leasingfirmen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Dass die Commerzbank und die Dresdner Bank gegen die KPMG mobil machen, sei deshalb interessant, weil sie noch kurz vor dem FlowTex-Zusammenbruch eine Anleihe im Volumen von 300 Millionen Euro auflegen wollten, heißt es in dem Bericht weiter. Der "Anti-KPMG-Pool" beziffere seine Forderungssumme gegenüber der Prüfgesellschaft auf rund zwei Milliarden Mark.

Die KPMG weist die Forderungen kategorisch zurück. Die Gesellschaft habe sich keinerlei Pflichtverletzungen vorzuwerfen. Alle seien Opfer des Schneeballsystem bei FlowTex geworden. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ist für diesen Mittwoch ein Treffen der Juristen beider Parteien geplant, bei dem ersten Möglichkeiten einer außergerichtlichen Einigung ausgelotet werden sollen.