KPN E-plus bringt rote Zahlen
Amsterdam - Im ersten Halbjahr 2000 erreichte der Nettoverlust 19 Millionen Euro nach einem Gewinn von 416 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das teilte KPN am Mittwoch in Amsterdam mit.
Ohne e-plus hätte der Gewinn nach KPN-Angaben mit 647 Millionen Euro um knapp 43 Prozent über dem des Vorjahres gelegen. An der Börse in Amsterdam sank nach Bekanntwerden der Zahlen brach der Kurs der KPN- Aktie um 5,15 Prozent ein.
Der Umsatz erreichte mit 5,2 Milliarden Euro einen Rekordbetrag. Er lag damit um 29,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Einbeziehung von e-plus war allein für die Hälfte des Zuwachses verantwortlich. Den stärksten Anstieg beim KPN-Umsatz verzeichneten die mobilen Kommunikationsdienste mit plus 93,5 Prozent.
Der niederländische Finanzminister Gerrit Zalm kündigte an, dass der Staat entgegen früheren Ankündigungen seinen KPN-Anteil von 43,6 Prozent in diesem Jahr nicht mehr verkaufen werde. Der Staat brauche dieses Geld nicht dringend, und zudem wolle man die Ausgabe neuer Aktien durch KPN nicht stören. Wann sich der niederländische Staat vom restlichen Besitz an dem 1994 privatisierten Unternehmen trennen will, ist noch unklar.
KPN wird neue Aktien ausgeben, um das Wachstum vor allem bei der Mobilfunktechnik UMTS in Europa finanzieren zu können. Allein in Deutschland muss KPN 6,4 Milliarden Euro für seinen Anteil an der UMTS-Lizenz bezahlen, die das Unternehmen mit dem damaligen Partner Hutchison ersteigert hatte.