Kräftiges Plus Wal-Mart-Umsatz springt über 100 Milliarden Dollar
New York - Kreditkrise, fallende Immobilienpreise, Konsum-Unlust: All dies macht dem weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart nichts aus - zumindest bisher. Trotz des Konjunkturabschwungs in den USA hat das Unternehmen erstmals in einem Quartal mehr als 100 Milliarden Dollar umgesetzt. Konkret kletterten die Erlöse um 8,3 Prozent auf 106,3 Milliarden Dollar. Der Netto-Gewinn stieg um vier Prozent auf rund 4,1 Milliarden Dollar.
Allerdings: Vor allzu großem Optimismus warnte das Unternehmen. "Die Wirtschaftslage bleibt ein wichtiger Faktor in diesem Jahr", sagte Wal-Mart-Chef Lee Scott bei der Vorlage der Zahlen. Die US-Verbraucher seien im Januar zurückhaltender gewesen. Für das laufende Quartal prognostiziert der Konzern einen stagnierenden Umsatz. Der Gewinn könne sogar unter den Markterwartungen bleiben.
Wal-Mart gilt mit seinen Umsätzen als US-Konjunkturbarometer, da die weltgrößte Volkswirtschaft zu etwa zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. Zuletzt hatten Schwache Arbeitsmarktdaten sowie eine deutliche Wachstumsabkühlung die seit Monaten schwelenden Rezessionsängste geschürt.
Wal-Marts wichtigste Kundengruppe sind die Geringverdiener, die die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Energie sowie die Krise am Immobilienmarkt am stärksten in ihrem Geldbeutel spüren. Diese Kunden umwarb der Konzern mit Preissenkungen zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts und mit einer Werbe-Offensive. In diesem Jahr werde Wal-Mart seine aggressive Preispolitik weiter verstärken, kündigte Scott an.
wal/Reuters/dpa-AFX