Krankengeld: Versicherer streiten um Milliarden-Markt - DER SPIEGEL
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Krankengeld Versicherer streiten um Milliarden-Markt

Bei der geplanten Zusatzversicherung für das Krankengeld wittern die Krankenkassen das große Geschäft. Private und gesetzliche Kassen schachern bereits um die Anteile daran.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Zurzeit wird noch darüber diskutiert, ob die Beitragszahler ihr Krankengeld durch eine eigene Police absichern müssen oder aber über einen Zusatzbeitrag, den sie ihrer Kasse überweisen. Die Privatversicherer plädieren für die Zusatzversicherung, die der Betroffene frei wählen kann, in der Hoffnung, dass viele sich für eines ihrer Angebote entscheiden.

Die Spitzenverbände der gesetzlichen Kassen pochten dagegen am Freitag darauf, dass die Versicherten das Krankengeld über einen Extrabeitrag auch künftig bei ihnen versichern müssen. Dieser Lösung neigen auch Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) und SPD-Gesundheitsexperten zu. Insgesamt geht es um ein Marktvolumen in Höhe von 7,8 Milliarden Euro.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte in seiner Reform-Rede angekündigt, dass das Krankengeld aus dem regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen gestrichen und damit nicht mehr hälftig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt wird. Stattdessen sollen die Arbeitnehmer das Krankengeld alleine mit ihren Beiträgen absichern.

Die gesetzlichen Kassen begrüßten die Entscheidung Schröders, Sport- und Freizeitunfälle im regulären Leistungskatalog zu lassen. Schröder müsse unbedingt bei dieser Linie bleiben. Leider gebe es schon wieder Stimmen, die neben den Einschnitten beim Krankengeld auch eine Ausgliederung der Unfälle forderten.