Krankenkassen Eine Milliarde im Plus
Hamburg - Im ersten Quartal 2003 verbuchten die gesetzlichen Kassen noch ein Defizit von 630 Millionen Euro. Nun stehen die Kassen viel besser da. Grund für den finanziellen Umschwung: Die zu Jahresbeginn gestartete Gesundheitsreform. Sie bringt den derzeit noch rund 280 Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erhebliche Entlastungen über höhere Patientenzuzahlungen und die neue Praxisgebühr bei Arztbesuchen. Mit dem Finanzergebnis der ersten drei Monate 2004 steigt die Chance auf weitere Beitragssenkungen der Krankenkassen.
Einen Quartalsüberschuss gab es bei den Kassen letztmals zu Beginn des Jahres 1994. Er lag damals bei umgerechnet 480 Millionen Euro. Das bisher schlechteste Quartalsergebnis wies die GKV zu Jahresbeginn 1992 aus, als zwischen Einnahmen und Ausgaben eine Lücke von umgerechnet 1,9 Milliarden Euro klaffte. Im vergangenen Jahr hatten die Krankenkassen - vor in Kraft treten der Gesundheitsreform - noch mit einem Minus von gut 2,9 Milliarden Euro abgeschlossen.
Am Freitag hatte der AOK-Bundesverband einen Überschuss von 370 Millionen Euro für das erste Quartal bekannt gegeben. Dazu trugen die stark rückläufige Ausgaben als auch Zuwächse auf der Einnahmenseite bei. Positiv zu Buche schlugen auch die weiter sinkenden AOK-Krankengeldausgaben.