Krankenkassenbeiträge: AOK Berlin erwägt 18 Prozent - DER SPIEGEL
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Krankenkassenbeiträge AOK Berlin erwägt 18 Prozent

18 Prozent Krankenkassenbeitrag, diese Horrorvorstellung droht zumindest für die Berliner AOK-Mitglieder bald Wirklichkeit zu werden. Hintergrund sind einem Magazin zufolge die Sparauflagen, die der Bundestag den Versicherern im Vorfeld der Gesundheitsreform verordnet hat.
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Berlin - Bis Ende 2008 müssen die Krankenkassen ihre Schulden abgebaut haben, so wurde es vorige Woche vom Bundestag beschlossen. Die Regelung ist nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums Voraussetzung für die Einführung des für 2009 geplanten Gesundheitsfonds.

Den gesetzlich Krankenversicherten müssten jetzt wegen dieser Regelung mit einem massiven Anstieg der Krankenkassenbeiträge rechnen, berichtet der "Stern". Besonders hart wird es demnach wohl die 750.000 Mitglieder der AOK Berlin treffen. Dort drohten die Beiträge auf 18 Prozent zu steigen.

Schon heute gehört die AOK Berlin mit einem Gesamtbetrag von 15,5 Prozent zu den teuersten Kassen. AOK-Berlin-Chef Rolf Dieter Müller erklärte dem Magazin zufolge im Gesundheitsausschuss: "Wenn der Abbau des Betriebsmitteldefizits bis zum 31. August 2008 vorgenommen werden müsste, müssten 2,85 Beitragspunkte erhoben werden." Für den Fall, dass die Entschuldung bis Ende 2007 erfolgen soll, wie im Gesetz als Normalfall vorgesehen, "wäre der Erhöhungsbeitrag bei 5,7 Beitragspunkten".

Die Pressestelle der AOK Berlin erklärte dem Magazin auf Anfrage, dass "konkrete Aussagen zur tatsächlichen Beitragserhöhung derzeit nicht möglich" seien. Sollten die Beiträge auf mehr als 18 Prozent vom Bruttolohn klettern, würden vermutlich so viele Mitglieder die Kasse verlassen, dass sie bald vor der Pleite stünde. Deshalb werden möglicherweise sämtliche AOK-Versicherte zwei Prozent höhere Beiträge zahlen müssen, um verschuldete Kassen wie die in Berlin zu retten.

ase