Kreditkrise: Buffett soll an Bear Stearns interessiert sein - DER SPIEGEL
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Kreditkrise Buffett soll an Bear Stearns interessiert sein

Bear Stearns hat in der Kreditkrise schwer Schlagseite bekommen. Nun verhandelt die Investmentbank mit potenziellen Investoren. Vor allem ein Name, der als neuer Co-Finanzier gehandelt wird, gibt der Aktie Auftrieb: Warren Buffett.
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New York - Die Bank verhandele "ernsthaft" über die Abgabe einer 20-Prozent-Beteiligung, berichtete die "New York Times" am Mittwoch. Interessenten seien unter anderem die Bank of America   und zwei chinesische Institute.

Vor allem aber der Name Buffetts, der in diesem Zusammenhang genannt wurde, verzückte die Anleger an der Wall Street. Bear  -Stearns-Aktien beendeten den US-Handel mit einem Kursplus von 7,7 Prozent bei 123 US-Dollar. Zeitweise hatten die Papiere sogar rund 11 Prozent im Plus gelegen. Ungewöhnlich war auch das Handelsvolumen: Mehr als 21 Millionen Aktien wechselten den Besitzer, während der Durchschnitt bei 8,2 Millionen Titel an einem Tag liegt.

Bear Stearns hatte in der vergangenen Woche den Einbruch seines Netto-Quartalsgewinns um 61 Prozent auf 171,3 Millionen Dollar bekannt gegeben, nachdem im Juli zwei seiner Hedge Fonds zusammengebrochen waren und nach Verlusten in Höhe von rund 1,5 Milliarden Dollar schließlich Insolvenz mussten.

Analyst Richard Bove von Punk Ziegel sagte hält die Spekulationen über den Einstieg eines Investors für durchaus plausibel. Bear Stearns brauche Partner mit genügend Finanzmitteln, damit die Bank ihre Bilanz stärken könne. Mit einer robusten Bilanz würden die Refinanzierungskosten wieder geringer, und die Bank werde wettbewerbsfähiger. Ein Sprecher der Bank war für eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht nicht zu erreichen.

mik/Dow Jones