Kreditkrise: Risikofreude der UBS rächt sich - DER SPIEGEL
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Kreditkrise Risikofreude der UBS rächt sich

Wegen der Hypothekenkrise in den USA muss die Schweizer Bank UBS Milliarden von Dollar aus ihrem Anleihe-Vermögen abschreiben. Die Auswirkungen sind bereits zu besichtigen: Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs weist die Bilanz tiefrote Zahlen aus.
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Singapur - Wie die Zeitung "Financial Times" berichtet, wird UBS wahrscheinlich mitteilen, dass sie aus ihrem Anleihe-Portfolio mehr als drei Milliarden Schweizer Franken (rund 1,8 Milliarden Euro) abgeschrieben hat. Dies führe zu einem Verlust im dritten Quartal von mindestens 600 Millionen Franken (rund 360 Millionen Euro). Das Blatt beruft sich dabei auf vertraute Kreise.

Das "Wall Street Journal" berichtet über ein ähnliches Volumen. Dem Blatt zufolge rechnet UBS mit einem Verlust im dritten Quartal von 600 Millionen bis 700 Millionen Franken nach Abschreibungen von drei bis vier Milliarden Franken. Die Bank hat den Quartalsverlust bereits bestätigt.

An die Substanz wird der Verlust allerdings nicht gehen: Für die ersten neun Monate wird der Gewinn vor Steuern nach Konzernangaben immer noch in der Größenordnung von zehn Milliarden Franken liegen. Das Gesamtjahr will die Bank "voraussichtlich auf gutem Gewinnniveau und mit starker Kapitalbasis abschließen". Die Vorlage der detaillierten Quartalsabrechnung ist erst für den 30. Oktober geplant.

Damit wären die Verluste der Schweizer Bank weit größer als jene, die von anderen Banken infolge der jüngsten Turbulenzen am Kapitalmarkt berichtet wurden. Weiteren Angaben zufolge tritt der bisherige Leiter der Investmentbank-Sparte, Huw Jenkins, wegen der Auswirkungen der US-Hypothekenkrise zurück. Seine Aufgaben übernimmt Bankchef Marcel Rohner. Zudem geht Finanzchef Clive Standish in den Ruhestand und wird durch den bisherigen Vizepräsidenten des UBS-Verwaltungsrates, Marco Suter, ersetzt.

mik/Reuters/dpa-AFX