Kriegsangst CNN-Bericht drückt US-Börse
New York - Bis etwa 13 Uhr Ortszeit hielt sich der Index knapp unter der Marke von 8500 Punkten, nur wenig unter dem Vortagesschluss. Danach allerdings rutschten die Kurse beständig weiter ab, so dass der Dow Jones schließlich bei 8317 schloss, ein Minus von 2,08 Prozent.
Kurz vor Beginn des Abwärtstrends hatte CNN berichtet, der Irak habe einige Journalisten ausländischer Medien ausgewiesen. Betroffen seien unter anderem die Büroleiterin von CNN in Bagdad, Jane Arraf, und die CNN-Reporter Nic Robertson und Rym Brahimi. Auch der ABC-Korrespondent David Wright und sein Kollege Ned Colt von NBC müssten ausreisen. Die irakischen Mitarbeiter der Sender dürften weiterarbeiten.
Der Chefstratege von Jefferies & Co. sagte gegenüber CBS Marketwatch, der Markt gehorche nun wieder nicht nur unternehmensbezogenen, sondern auch geopolitischen Erwägungen, die eine Zeit lang in Vergessenheit geraten seien.
Andere Marktteilnehmer hielten das Irak-Argument für einen Vorwand. "An der makroökonomischen Front hat sich aber nichts geändert", urteilte der Trading-Chef von Ryan Beck & Co., Jay Suskind. Die Märkte müssten nach den Kursgewinnen der letzten Zeit aber eine Verschnaufpause einlegen. Suskind: "Die Leute reden wieder vom Irak und nutzen das als Argument, um Gewinne mitzunehmen".