Kriegsfolgen: Benzinpreis sinkt, Ölpreis klettert - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kriegsfolgen Benzinpreis sinkt, Ölpreis klettert

Die Preise an den Tankstellen in Deutschland sind im Wochenvergleich offenbar noch einmal zurückgegangen. Doch die Entspannung wird nicht lange anhalten. Erstmals seit dem Beginn des Irak-Kriegs vor einer Woche ist der Ölpreis wieder über 30 Dollar je Fass gestiegen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York/Hamburg - Trotzdem seien sowohl Benzin als auch Dieselkraftstoff um jeweils drei Cent billiger geworden, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Daten des Energie Informationsdienstes EID. Für Normalbenzin seien im bundesweiten Durchschnitt 1,085 Euro pro Liter zu zahlen, für Superbenzin 1,105 Euro. Der Durchschnittspreis für Diesel betrage 94,5 Cent pro Liter.

Auch Heizöl ist dem Bericht zufolge günstiger geworden. Der vom EID ermittelte Preis liege nunmehr bei 38 Euro pro 100 Liter, in der Vorwoche waren es noch 41,22 Euro. Grund für die Preissenkungen seien, über den gesamten Beobachtungszeitraum gesehen, fallende Einkaufspreise am Rohölmarkt, die auf vorübergehende Hoffnungen eines relativ frühen Kriegsendes zurückzuführen seien.

Diese Zuversicht wurde jedoch in den vergangenen Kriegstagen wieder zunichte gemacht, was sich promt in steigenden Preisen niederschlug. Am Donnerstag wurden in New York für im Mai auszulieferndes Rohöl 30,37 Dollar pro Fass gezahlt, 1,74 Dollar mehr als am Vortag. Seit vergangenem Freitag stieg der Ölpreis damit um 13 Prozent.

Zu den Preissteigerungen tragen neben dem Irak-Konflikt auch die Probleme in den Ölförderländern Nigeria und Venezuela bei, die jeden Tag drei Millionen Barrel (zu je 159 Litern) weniger auf den Markt kommen lassen, hieß es in New York. Ein Händler sagte, er erwarte, dass sich der Ölpreis zwischen 26 und 31 Dollar bewegen werde, solange die unsicheren Verhältnisse andauerten.

Mehr lesen über