Krise in der Medienbranche: Pearsons Gewinne brechen ein - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Krise in der Medienbranche Pearsons Gewinne brechen ein

Nun hat die Werbeflaute auch die britische Pearson-Gruppe erreicht. Bei dem Flaggschiff "Financial Times" sanken die Gewinne aus dem laufenden Geschäft in den ersten sechs Monaten des Jahres um 78 Prozent.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Der Konzerngewinn aus dem laufenden Geschäft sei im ersten Halbjahr 2002 um 24 Prozent auf 38 Millionen Pfund gefallen, verkündete die Pearson-Gruppe bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Zu dem britischem Medienkonzern gehören neben der "Financial Times" auch französische Publikationen wie die Zeitung "Les Echos". Neben der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr ist Pearson Mitinhaberin der "Financial Times Deutschland" (FTD).

Allein bei der Financial Times sei der Gewinn aus dem laufenden Geschäft von 32 Millionen Pfund auf sieben Millionen Pfund gesunken. Verantwortlich für die dramatischen Gewinneinbußen sei der Einbruch der Werbeeinnahmen, berichtet die Online-Ausgabe des "Guardian".

Auch künftig ist nach Angaben der Pearson-Gruppe keine Besserung der Lage auf dem Anzeigenmarkt in Sicht: Sollten die Firmen weiterhin so wenig Anzeigen schalten wie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, würden die Gewinne aus dem laufenden Geschäft um 10 bis 15 Prozent geringer ausfallen als im vergangenen Jahr, schreibt das Unternehmen in einer Presseerklärung.