Kriselnde Autobauer: Absatz von Daimler und BMW bricht weiter ein - DER SPIEGEL
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Kriselnde Autobauer Absatz von Daimler und BMW bricht weiter ein

Die Autos von Daimler und BMW sind derzeit Ladenhüter: Allein von der Marke Mercedes verkaufte Daimler im November ein Viertel weniger als im Jahr zuvor. Auch BMW muss herbe Einbußen hinnehmen.
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Stuttgart - Die Wirtschaftskrise trifft die der deutschen Autohersteller mit voller Wucht: Daimler hat im November weltweit ein Viertel weniger Fahrzeuge seiner Markengruppe Mercedes-Benz Cars verkauft als ein Jahr zuvor, teilte der Konzern am Freitag mit. Von den Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach seien im vergangenen Monat weltweit nur 84.500 Fahrzeuge ausgeliefert worden.

Mercedes-Händler: Im November wurden nur 74.400 Autos ausgeliefert

Mercedes-Händler: Im November wurden nur 74.400 Autos ausgeliefert

Foto: Getty Images

Von der Marke Mercedes-Benz setzte Daimler im November mit 74.400 Autos 27,6 Prozent weniger ab als vor Jahresfrist. Auch die Auslieferungen der Marke Smart sanken nach langem Aufwärtstrend um 1,2 Prozent auf 10.100 Fahrzeuge. Nach den ersten elf Monaten dieses Jahres liegt der Absatz der von Daimler ausgelieferten Pkw mit 1,158 Millionen um ein Prozent unter Vorjahr.

Auch BMW steckt tief in der Krise. Der Absatz des Autobauers brach im November im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als ein Viertel auf 96.570 Fahrzeuge ein, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Dabei musste der Konzern sowohl bei der Kernmarke BMW als auch beim Mini herbe Einbußen hinnehmen. In den ersten elf Monaten lag das Minus mit 1,32 Millionen verkauften Fahrzeugen bei 1,8 Prozent. Von seinem ursprünglichen Ziel, in diesem Jahr mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge abzusetzen, hatte sich BMW vor kurzem bereits verabschiedet. Auch für das kommende Jahr hatte BMW-Chef Norbert Reithofer zuletzt wenig Hoffnungen auf eine Besserung der Lage gemacht.

Die Marke BMW kam im November auf einen Absatz von knapp 81.400 Autos. Dies waren 26 Prozent weniger als im Vorjahr. Am deutlichsten litten der 3er, der 5er und der kleine Geländewagen X3 unter der Nachfrageschwäche. Hier brachen die Verkaufszahlen um mehr als 30 Prozent ein. Vergleichsweise glimpflich kamen der 1er mit einem Minus von gut 10 Prozent auf 14.800 Einheiten und die Geländewagen X5 und X6 mit einem Rückgang von knapp 13 Prozent auf gut 11.000 Einheiten davon. Der Verkauf des neuen 7er sei gut angelaufen, hieß es. Die Marke Mini verkaufte im November gut 15.000 Fahrzeuge und damit etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

BMW leidet derzeit wie andere Hersteller auch unter den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Vor allem auf dem für BMW wichtigsten Markt, den USA, sind die Verkaufszahlen eingebrochen. Die Münchner wollen die Produktion in diesem Jahr daher um 65.000 Fahrzeuge zurückfahren.

cvk/Reuters/dpa

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