Krisengewinner: Arabischer Staatsfonds will groß einkaufen - DER SPIEGEL
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Krisengewinner Arabischer Staatsfonds will groß einkaufen

Bei Daimler ist er schon investiert, bei der britischen Bank Barclays machte er den großen Reibach. Jetzt will der arabische Staatsfonds IPIC die Krise richtig nutzen - und auf ganz große Einkaufstour gehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Abu Dhabi - Chadem Al Kubaisi will keine Zeit verlieren, bis Ende des Jahres sollen die ersten großen Geschäfte unter Dach und Fach sein. Der Chef des arabischen Staatsfonds International Petroleum Investment Company (IPIC) sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters, IPIC werde in Kürze aggressiv investieren.

Mit 30 bis 40 Firmen liefen bereits Verhandlungen. "Wenn man Geld machen oder wertvolle Unternehmen und Aktien kaufen will, dann ist jetzt die Zeit dafür. Daher sind wir auch bei Barclays, Daimler und anderen eingestiegen", sagte der Manager. IPIC ist über seine Tochter Aabar Investments mit 9,1 Prozent an dem Stuttgarter Autokonzern beteiligt.

Im Visier hat das Staatsunternehmen aus Abu Dhabi Kubaisi zufolge jetzt vor allem Unternehmen aus den Bereichen Energie, Raffinerie und Schifffahrt. Gemeinsam mit den Töchtern sei kurzfristig eine Aufstockung der Beteiligungen um rund ein Drittel auf 30 Milliarden Dollar angepeilt.

Die IPIC hatte sich Anfang Juni nach einem guten halben Jahr von einem Großteil seiner Barclays-Beteiligung getrennt und dabei einen Milliardengewinn eingefahren. IPIC profitierte dabei von den Kursanstiegen der Finanzwerte in den vergangenen Wochen.

ase/Reuters