Krisengewinnler: Aldi bricht die eigenen Rekorde - DER SPIEGEL
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Krisengewinnler Aldi bricht die eigenen Rekorde

Billigflieger, Billigelektronik, billige Kleidung: Während halb Deutschland über die Krise klagt, brummt bei den Preisbrechern das Geschäft. Beim wohl größten Profiteur, dem Discount-Pionier Aldi, liegt die Messlatte inzwischen aber ziemlich hoch.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Essen/Mülheim - Die beiden medienscheuen Unternehmen Aldi Nord und Aldi Süd veröffentlichen traditionell keine Konzernzahlen - deswegen lassen sich die Gewinne nur in mühsamer Detektivarbeit ermitteln. Und deshalb lässt sich erst jetzt mit einiger Sicherheit errechnen, wie gut Aldi im Jahr 2001 verdiente - neuere Ergebnisse liegen nicht vor.

Immerhin lässt sich sagen, dass der Discounter schon im Jahr vor dem "Teuro"-Schock einen neuen Absatzrekord erzielt hat - und mit einem milliardenschweren Vorsteuergewinn abschloss. Wie das Fachblatt "Lebensmittel Zeitung" berichtet, habe Aldi Nord habe bei zehn Milliarden Euro Umsatz einen Vorsteuergewinn von 428 Millionen Euro erwirtschaftet.

Bei Aldi Süd habe sich der Umsatz auf 10,3 Milliarden Euro belaufen, der Gewinn vor Steuern auf 667 Millionen Euro. Beide Aldi-Gesellschaften hätten ihren Umsatz zusammen um elf Prozent gesteigert. Die Unternehmen waren am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Zahlen ergäben sich aus den mittlerweile vorliegenden Bilanzen der 61 Vertriebsregionen des Discount-Riesen, schreibt die Zeitung. Hinzu kommen laut Bericht noch erhebliche, nicht veröffentlichte Erträge aus Finanz- und Immobiliengeschäften. Beide Unternehmen agieren national wie international in unterschiedlichen Regionen. In Deutschland betreibt Aldi Süd 1380 Filialen, Aldi Nord 2300.