Krisenhilfe Bush will Airlines unterstützen
Washington - Nach den Terroranschlägen mit entführten Passagiermaschinen in den USA hat Präsident Bush seine Wirtschaftsberater angewiesen, Hilfsmaßnahmen für die Fluggesellschaften auszuarbeiten. Bei einem Treffen mit seinen Beratern in Washington habe Bush gestern Abend "seine tiefe Sorge über die finanzielle Situation der Luftfahrtbranche" zum Ausdruck gebracht, teilte eine Sprecherin des Weißen Hauses mit. Konkrete Summen der in Aussicht gestellten Finanzspritzen wollte die Sprecherin zunächst nicht nennen. Heute wollten die Chefs der größten Fluggesellschaften der USA mit Regierungsvertretern über die derzeitige Finanzkrise der Branche beraten.
Die amerikanischen Fluggesellschaften hatten bereits vor dem Terroranschlägen teils große Schwierigkeiten gehabt. Durch die mehrtägige Zwangspause nach dem Anschlag vom vergangenen Dienstag waren zusätzliche Ausfälle ihn Milliardenhöhe entstanden. Nun soll es bei fast allen Airlines Entlassungen geben.
US Airways will 11.000 Mitarbeiter nach Hause schicken und ihre Flugkapazität um 23 Prozent reduzieren. Dies geschehe im Zuge eines Abbaus der Kapazitäten um 23 Prozent, teilte die Gesellschaft am Montag mit. Mit weiteren Stellenabbau bei Tochtergesellschaften sei zu rechnen.
"Als Ergebnis der sinkenden Passagierzahlen und den weiterhin verlangten Sicherheitserfordernissen haben wir keine andere Wahl, als die Zahl unserer täglichen Flüge zu reduzieren", sagte US-Airways-Chef Rakesh Gangwal. Unglücklicherweise werde diese Angebotsverkleinerung zu einer "kleineren US-Airways-Familie" führen, fügte er hinzu.
Bereits am Samstag hatte Continental Airlines die Entlassung von 12.000 Mitarbeitern angekündigt. Auch American Airlines will bald über Entlassungen entscheiden.