Krisenverlierer Winzer klagen über Champagner-Flaute
Lille - Frankreichs Champagner-Hersteller bekommen die Wirtschaftskrise kräftig zu spüren: Im ersten Quartal brach der Absatz des Schaumweins im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weltweit um 30 Prozent ein.
Dies teilte der Verband der Champagnerwinzer (SGV) in Lille mit. Demnach ist es der stärkste Rückgang seit rund 15 Jahren.
In Frankreich selbst sank der Absatz nur um 23 Prozent. Im EU-Export belief sich das Minus dagegen auf 47 Prozent, bei den Ausfuhren in sonstige Länder waren es minus 42 Prozent.
Allerdings ist die Krise nur ein Grund für den Rückgang. Der Winzer-Verband verwies darauf, dass der Absatz in den Jahren 2007 und 2008 außergewöhnlich hoch gewesen sei - entsprechend groß ist nun der Basiseffekt. Mittlerweile liegt der Absatz wieder ungefähr auf dem Niveau der Jahre 2005/2006.