Kursbetrug: Infomatec-Vorstand muss persönlich haften - DER SPIEGEL
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Kursbetrug Infomatec-Vorstand muss persönlich haften

Die früheren Infomatec-Vorstände Gerhard Harlos und Alexander Häfele müssen persönlich für falsche Ad-hoc-Mitteilungen ihres Unternehmens haften, ergab ein Gutachten. Die beiden sitzen wegen mutmaßlichen Kursbetrugs in Untersuchungshaft.
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Frankfurt am Main - Harlos und Häfele hatten angebliche Großaufträge für Infomatec bekannt gegeben. Nach dem dadurch ausgelösten Kursanstieg hatten sie den Gerichtsakten zufolge eigene Aktien verkauft und damit jeweils rund 30 Millionen Mark verdient. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, auch wegen des Verdachts auf Insiderhandel und unrichtige Bilanzdarstellung, dauerten noch an.

Das Gutachten habe der Augsburger Universitätsprofessor Thomas Möllers angefertigt, meldet die "Frankfurter Allgemeine". Der Wissenschaftler habe sie für eine der Kanzleien erstellt, die Kläger vertreten. Das Landgericht Augsburg, bei dem Musterklagen von Geschädigten anhängig sind, sei an die Studie nicht gebunden. Da mit dem Verfahren jedoch juristisches Neuland betreten werde, könnte die Expertise die Rechtsprechung maßgeblich beeinflussen.