Kurse im Sturzflug - DER SPIEGEL
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LUFTFAHRT Kurse im Sturzflug

• aus DER SPIEGEL 5/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Anleger mit Mut zum Risiko, die das Auf und Ab in der Luftfahrtbranche nicht schreckt, können sich derzeit zu Schnäppchenpreisen mit Aktien großer Airlines eindecken. Seit Jahresbeginn sind die Kurse fast aller Unternehmen kräftig gefallen. Hauptursache für den Absturz sind die drastisch gestiegenen Kerosinpreise, die selbst großen amerikanischen Airlines zu schaffen machen. Carrier wie United Airlines oder Continental mussten ihre Gewinnerwartungen für das erste Quartal kräftig nach unten revidieren. Die Folge war ein Kursrutsch in der gesamten Branche, der auch die Aktie der Lufthansa erwischte, die vergangenen Herbst noch kräftig zugelegt hatte. Dabei haben die Lufthansa-Manager ihre Treibstoffpreise bis Ende des Jahres zu über 80 Prozent abgesichert. Analysten von Investmenthäusern und Kreditinstituten wie J. P. Morgan, Salomon Smith Barney oder Julius Bär raten trotzdem zum Kauf von Airline-Aktien. Ihrer Ansicht nach sind die Kurse inzwischen so stark gefallen, dass sich ein Einstieg in der Wachstumsbranche langfristig wieder lohnen könnte.

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