Kurseinbruch: Geht Palm das Geld aus? - DER SPIEGEL
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Kurseinbruch Geht Palm das Geld aus?

Der Start der neuen Handhelds verzögert sich, die alten verkaufen sich nicht. Jetzt musste Palm seine Gewinnaussichten halbieren, 15 Prozent der Angestellten müssen gehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Santa Clara - Mehr als 20 Prozent verlor die Palm-Aktie bereits am Donnerstag im nachbörslichen Handel. Für das vierte Quartal 2001 hatte der führende Hersteller von Taschencomputern seine Gewinnaussichten halbiert. 300 Angestellte sollen entlassen werden.

Außerdem kündigte das Unternehmen an, die Softwarefirma Extended Systems nun doch nicht zu kaufen. Ursprünglich hatte sich Palm erhofft, über Extended Systems in den Verkauf ganzer Handheld-Bündel an Firmenkunden einsteigen zu können. Zur Begründung führte das Unternehmen an, dass sich der Start der neuen Modelle m500 und m505 verzögert habe. Auch verkauften sich ältere, billigere Palms schlecht.

Seit Anfang März hat die Palm-Aktie 60 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Am Freitag verlor sie in den ersten Handelsstunden bereits noch einmal mehr als 25 Prozent. "Die meisten hatten eine kleine Korrektur der Gewinnaussichten erwartet. Aber eine Reduzierung um 50 Prozent und das Ende des Extended-Deals, das war schockierend", sagte ein Analyst. Einige Experten befürchten nun, dass Palm bis November das Geld ausgegangen sein wird.