Kurseinbruch: Nokia enttäuscht Anleger - DER SPIEGEL
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Kurseinbruch Nokia enttäuscht Anleger

Die Erwartungen lasten schwer auf dem Handyhersteller Nokia. Obwohl der Branchenprimus für das vergangene Jahr ein stolzes Absatzplus vermeldete, brach der Aktienkurs ein.
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Helsinki - Der finnische Konzern teilte am Dienstag in Helsinki mit, im vergangenen Jahr rund 128 Millionen Handys abgesetzt zu haben. Das seien 64 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit sei das Unternehmen stärker als der Markt gewachsen.

Die hohen Erwartungen der Analysten konnte Nokia mit diesen Zahlen aber nicht befriedigen. Die US-Investmentbank Lehman Brothers etwa hatte mit dem Verkauf von 135 Millionen Geräten gerechnet. Branchenexperten spekulierten, die Veröffentlichung der Verkaufszahlen könne für Nokia ein Weg sein, die Erwartungen an die Geschäftsergebnisse, die Ende Januar vorgelegt werden sollen, zu dämpfen.

An der Börse in Helsinki verbilligten sich die Nokia-Aktien bis zum Mittag um rund 13 Prozent. Im Zuge der Mitteilung des weltgrößten Handyherstellers gab auch das Papier des schwedischen Konkurrenten Ericsson nach und verlor knapp sechs Prozent. Die Titel des deutschen Wettbewerbers Siemens notierten indes gut behauptet.

Nokia hatte am Dienstag zudem mitgeteilt, weltweit seien im vergangenen Jahr von allen Herstellern zusammen rund 405 Millionen Mobiltelefone verkauft worden, 45 Prozent mehr als im Jahr 1999. Lehman Brothers hatte weltweit einen Absatz von 420 Millionen Geräten erwartet. Der Nokia-Anteil am Weltmarkt beträgt etwa 32 Prozent.