Kursminus Bhutto-Attentat belastet Asiens Börsen
Tokio/Hamburg Minuszeichen am letzten Handelstag des Jahres: Die Börsen in Tokio haben schwach geschlossen. Der Nikkei- -225-Index verlor 1,65 Prozent und sackte auf 15.307,78 Zähler ab. Auf Jahressicht büßte der japanische Leitindex damit rund 11 Prozent ein. Für den Topix ging ges 1,62 Prozent auf 1475,68 Zähler nach unten. Händler betonten, das Attentat auf die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto bringe Verunsicherung in den Markt.
"Das Risiko besteht derzeit darin, dass die geopolitischen Unsicherheiten den Ölpreis über 100 Dollar treiben könnten", sagte Fondsmanager Mitsushige Akino von Ichiyoshi Management.
Am Vorabend hatten Warnungen vor weiteren Abschreibungen in der Finanzbranche und schwache Konjunkturdaten schon die US-Börsen deutlich ins Minus gedrückt.
Das Minus in Hongkong fiel noch relativ moderat aus: Zum Mittag nach Ortszeit notierte der Hang-Seng-Index bei 27.642 Punkten, ein Minus von 0,7 Prozent. Miles Remington, Händler von BNP Paribas, zweifelte die Theorie an, dass der Bhutto-Mord die Märkte belaste: "Das ist eine Ausrede für die Leute, um Profite mitzunehmen."
Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Verlusten in den letzten, verkürzten Handelstag des Jahres gestartet. Wenige Minuten nach Börseneröffnung lag der Dax 0,4 Prozent im Minus bei 8006 Punkten. Auf Jahressicht hat der Leitindex damit über 20 Prozent gutgemacht und notiert rund 150 Punkte unter seinem Allzeithoch von 8151 Punkten vom 13. Juli.
Händlern zufolge gab es am Morgen nur sehr geringe Handelsaktivitäten. "Die Leute haben mit dem Jahr abgeschlossen", sagte ein Börsianer. Als einziger Dax-Wert lag die Aktie der Postbank mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent im Plus. Zu den größten Dax-Verlierern gehörten die Titel von Continental und Deutscher Post mit einem Minus von jeweils rund 1,2 Prozent.