Kursproblem Euro-Stärke lädiert BMW-Umsatz
München - Zum Glück für BMW gibt es den neuen 5er. Das Modell hat ordentlich Tempo in den Verkauf gebracht, obwohl es erst im Juli an den Start ging. Bis zum Jahresende wurden immerhin 70.522 Fahrzeuge des neuen Modells verkauft.
Insgesamt stieg der Modell-Absatz des Konzerns um 4,5 Prozent. Damit hat BMW im Jahr 2003 insgesamt 1,1 Millionen Autos verkauft. Dabei hat der Autobauer nicht nur bei der Kernmarke BMW, sondern auch beim Mini und Rolls-Royce neue Rekorde erzielt.
Immunität gegen Euro-Kurssteigerungen dahin
In einen Umsatzrekord konnte BMW das allerdings nicht ummünzen. Die Erlöse seien im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent auf 41,5 Milliarden Euro gesunken, hieß es in einer Konzernmitteilung. Um Währungseffekte bereinigt, sieht auch die Umsatzbilanz besser aus - dann ergäbe sich eine hypothetische Steigerung um vier Prozent. "Die Umsatzgrößenordnung fällt ausschließlich währungsbedingt niedriger aus als 2003. Auf die Qualität der Geschäftsentwicklung hat das keine Auswirkung", sagte Peik von Bestenbostel, Leiter der BMW-Unternehmenskommunikation gegenüber SPIEGEL ONLINE.
Anders als etwa Volkswagen hatte BMW in der Vergangenheit relativ wenig unter dem hohen Eurokurs gelitten. Im dritten Quartal konnte der Konzern dank geschickter Absicherungen gegen Wechselkursschwankungen sogar einen kräftigen Gewinn verbuchen. Der Konzern profitiert auch davon, dass er in den USA im Werk Spartanburg produziert und somit weniger anfällig ist.
Zu den Profiten im Jahr 2003 wollte sich BMW noch nicht äußern - diese Zahlen werden vermutlich erst im März vorliegen. Laut früheren Aussagen des Konzerns ist ein Gewinnrückgang um bis zu zehn Prozent möglich. Für 2004 sind die Münchener aber erneut zuversichtlich. Angesichts anziehender Nachfrage erwarte man erneut Absatzrekorde bei allen Marken, hieß es in der Mitteilung.