Kurssturz Hewlett Packard enttäuscht Aktionäre
Palo Alto/New York - Der zweitgrößte Computerkonzern der Welt hatte die Gewinnerwartungen für das Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 1999/2000 klar verpasst. Die Gesellschaft steigerte den Quartalsgewinn um 21 Prozent auf 922 Millionen Dollar. Der Gewinn pro Aktie lag unter Ausklammerung von Sonderfaktoren bei 41 Cents, während an der Wall Street mit 51 Cents pro Aktie gerechnet worden war. Der Gewinn pro Aktie erreichte unter Einrechnung von Sonderfaktoren 45 (Vorjahr: 36) Cents. Das Unternehmen hat einen Quartalsumsatz von 13,3 Milliarden Dollar verbucht, plus 15 Prozent.
Fiorina verwies am Montag auf das beschleunigte Umsatzwachstum. Sie zeigte sich aber sehr enttäuscht, dass das Ziel für den Quartalsgewinn pro Aktie verpasst wurde. Sie führte Margendruck, nachteilige Wechselkurseinflüsse und unerwartet hohe Kosten als Begründung an.
HP steigerte den US-Umsatz im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres um 13 Prozent auf sechs Milliarden Dollar und im Ausland um 20 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Dabei steigerte die Gesellschaft den Quartalsumsatz in Europa um 15 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Klammert man Wechselkursveränderungen aus, dann erhöhte sich der europäische Umsatz sogar um 27 Prozent.
HP erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 ein Gewinnwachstum von 15 bis 17 Prozent und Bruttogewinnmargen von 27,5 bis 28,5 Prozent gegenüber 28,5 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr.