Kurstief: Libyen erhöht Aktienanteil bei UniCredit - DER SPIEGEL
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Kurstief Libyen erhöht Aktienanteil bei UniCredit

Die Finanzkrise drückt auf die Kurse der Bank-Aktien. Libyen nutzt diese Gelegenheit nun aus: Der nordafrikanische Staat kauft Aktien der italienischen UniCredit und avanciert zum Großaktionär.
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Rom - Libyens Zentralbank und der Staatsfonds kaufen bei der UniCredit   zu. Das Land erhöht damit seinen Anteil von bisher 0,87 auf 4,23 Prozent, wie italienische Zeitungen am Freitag berichten. Tripolis investiert etwa eine Milliarde Euro.

Mehr UniCredit-Anteile hält jetzt nur noch die Sparkassen-Stiftung Fondazione Cariverona mit etwas mehr als fünf Prozent. Die UniCredit ist auch Mutterkonzern der deutschen HypoVereinsbank.

Der Deal erfolgte nach einem rabenschwarzen Börsentag für UniCredit. Am Donnerstagabend hatten Titel der Bank einen Wertverlust von bis zu 13 Prozent erlitten. "Das ist eine Öldollar-Spritze", kommentierte die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" den Aktien-Kauf.

"Wir sind langfristige Aktionäre und sehen in der Bank solide wirtschaftliche Chancen", versicherten die seit 30 Jahren in Italien vertretenen libyschen Investoren in einer Mitteilung. Die Spitze von UniCredit zeigte sich zufrieden und sprach von einer "bedeutenden Investition, die von dem Vertrauen in die langfristige Rentabilität, in die Strategien der Gruppe und in ihr Management zeugt".

suc/dpa

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