Kursverluste Rezessionsangst drückt Dax ins Minus
Börsianer in Frankfurt: Tempo und die Härte überraschen
Foto: DPADamit folgen die deutschen Märkte dem negativen Trend der Weltbörsen: Zuvor war der Nikkei-Index in Tokio um 11,4 Prozent auf 8458 Zähler eingebrochen und verzeichnete damit das stärkste Tagesminus seit dem Börsencrash im Oktober 1987. Am Mittwochabend fiel der Dow-Jones-Index um 7,9 Prozent beziehungsweise 733 Punkte auf 8578 Zähler und machte damit die Gewinne seit Wochenbeginn wieder zunichte.
Händlern zufolge bewegen den Markt hauptsächlich Rezessionssorgen. "Die US-Konjunkturdaten vom Vortag waren sehr schlecht, was dieses Szenario unterstützt und auch die US-Börsen nach unten gerissen hat. Aber das Tempo und die Härte, mit der die Märkte abgestraft werden, überrascht schon ein wenig", sagte ein Börsianer. Zudem habe sich die Lage am Geldmarkt, wo sich Banken untereinander Liquidität verschaffen, bislang kaum entspannt.
Zu den größten Verlierern im Dax zählten zum Handelsbeginn einmal mehr Finanzwerte. Deutsche Bank , Allianz und Commerzbank verloren je über sieben Prozent, Hypo Real Estate sogar mehr als 13 Prozent. Ansonsten gingen die Verluste quer durch alle Branchen. Die Aktien von Metro fielen um über acht Prozent, Daimler um gut sieben Prozent. Einziger Dax-Gewinner waren die Volkswagen-Aktien , die wieder einmal gegen den Trend tendierten und sechs Prozent zulegten.
Der Euro in Dollar wurde am Morgen zu 1,3386 Dollar deutlich leichter gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Mittwochnachmittag einen Referenzkurs von 1,3652 Dollar festgestellt hatte. Die weltweit fallenden Aktienkurse hätten neuerliche Abflüsse aus dem Euro zur Folge, sagte ein Devisenhändler.
suc/dpa/dpa-AFX/Reuters/ddp