Kuweit-Irak-Konflikt: Ölpreis steigt wieder - DER SPIEGEL
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Kuweit-Irak-Konflikt Ölpreis steigt wieder

Der Ölpreis ist wieder angestiegen, nachdem Kuweit seinen Nachbarn Irak des Öldiebstahls bezichtigt hat. Die Märkte seien immer noch sehr nervös, hieß es.
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London - Rohöl der Sorte Brent kostete am Montag wieder mehr als 30 Dollar pro Barrel. Zuvor hatte US-Schützling Kuweit den Irak beschuldigt, Öl zu stehlen. Preissteigernd wirkte Händlern zufolge auch, dass die Europäische Union (EU) anscheinend nicht vorhat, ihre strategischen Ölreserven zu verkaufen. Die Entscheidung der USA, ihre Reserven anzubrechen, hatte den Ölpreis vor kurzem wieder unter seine Zehnjahreshochs gedrückt.

Vor zwei Wochen erst hatte Irak Kuweit vorgeworfen, an der Grenze zwischen den beiden Ländern Ölvorräte des Irak abzuzweigen und mit nicht näher bezeichneten "Maßnahmen" gedroht. Die USA hatten daraufhin dem Irak mit militärischem Eingreifen gedroht. Der Konflikt war ein Grund für den Anstieg des Ölpreises auf das Zehnjahreshoch von knapp 35 Dollar.

Die Kuweitis schlugen nun ihrerseits mit Vorwürfen zurück, nachdem sie am Sonntag bereits die Vereinten Nationen zum Handeln gegen den Irak aufgefordert hatten.

Ein politisch bedingter Stopp der irakischen Ölexporte würde den nervösen Ölmarkt weiter unter Druck bringen. In der vergangenen Woche hatte der Irak noch versichert, seine Ölexporte nicht zu unterbrechen.

Keine unmittelbare Bedrohung stellt unterdessen der Hurrikan Keith dar: Nach Angaben des National Hurricane Center in Miami läuft die Ölförderung im Golf von Mexiko weiter. Dennoch machte sich der nahende Sturm nach Angaben von Händlern zwischenzeitlich in den Preisen bemerkbar. Eine Einstellung der Förderung im Golf könnte die Preise erneut in die Höhe schnellen lassen.