Länder-Tarifstreit: Man telefoniert miteinander - DER SPIEGEL
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Länder-Tarifstreit Man telefoniert miteinander

Die Zeit des Schmollens ist vorbei, im festgefahrenen Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes der Bundesländer tut sich etwas. Länder-Verhandlungsführer Hartmut Möllring signalisiert nach einer Schweigewoche Gesprächsbereitschaft mit Ver.di Chef Frank Bsirske.
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Hannover/Berlin - Ihm breche "kein Zacken aus der Krone", wenn er Bsirske anrufe, sagte Niedersachsens Finanzminister Möllring seiner Sprecherin zufolge. Der CDU-Politiker wolle "in den nächsten Tagen" mit Ver.di-Chef Bsirske telefonieren, hieß es heute aus dem Finanzministerium in Hannover.

Nach dem Abbruch der Gespräche am vergangenen Samstag hatte Möllring als Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wiederholt erklärt, da die Gewerkschaft die Verhandlungen verlassen habe, sei es auch an ihr, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Jetzt werde er doch von sich aus die Initiative zum Gespräch ergreifen.

SPD-Chef Matthias Platzeck mahnte derweil die Tarifparteien zur Eile. Arbeitgeber und Gewerkschaften sollten "in den nächsten Stunden, in den nächsten Tagen" an den Verhandlungstisch zurückkehren, forderte Platzeck im RBB-Inforadio. "Mehrwöchige Denkpausen" seien nicht zumutbar. Entweder setzten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften "noch einmal an den Tisch mit der klaren Orientierung, wir wollen ein Ergebnis auch ausverhandeln, wir wollen wirklich auf Augenhöhe miteinander reden." Die Alternative sei ein Schlichtungsverfahren.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte heute, er halte ein Ende der Streiks im öffentlichen Dienst auf Ländereben für absehbar. "Ich gehe davon aus, dass wir in zehn Tagen die Einigung haben."

Die Landesbeschäftigten streiken gegen längere Arbeitszeiten und Kürzungen bei Löhnen und Gehältern.

kaz/AFP