Lahme Lanxess - DER SPIEGEL
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CHEMIEINDUSTRIE Lahme Lanxess

• aus DER SPIEGEL 6/2005
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Den vorsichtigen Optimismus, mit dem Lanxess-Chef Axel Heitmann seinen neuen »Global Player in Sachen Chemie« vergangenen Montag an die Börse gebracht hat, teilen längst nicht alle Aktienanalysten. Denn Bayer hat seiner abgespaltenen Chemiesparte allerhand Lasten mit auf den Weg gegeben. So addieren sich Finanzschulden und Pensionsverpflichtungen beim jetzt mit einem Umsatz von rund sechs Milliarden Euro drittgrößten deutschen Chemiekonzern auf rund 1,5 Milliarden Euro. Und mit drastischen Sparprogrammen muss Heitmann sein junges Unternehmen erst wieder in die Gewinnzone bringen. Eine »Wachstumsstory« könnten die Börsianer nicht von ihm erwarten, hat Heitmann selbst eingestanden. Kein Wunder also, dass der Kurs der neuen Aktie bislang nur knapp beim Emissionspreis liegt. Die hervorragenden Ergebnisse der großen Konkurrenten auf dem Weltmarkt zeigen allerdings, dass Lanxess bei anhaltend hoher Nachfrage nach Chemieprodukten durchaus Aussichten auf einen zufriedenstellenden Erfolg hat. Solide Mengenzuwächse und zweistellige Preisanhebungen lassen die Geschäfte beim Branchenführer BASF florieren, der Börsenkurs steigt. Vorvergangene Woche meldete der größte US-Chemiekonzern, Dow Chemical Company, für 2004 einen neuen Umsatzrekord. Er rechne in diesem Jahr mit einer weiteren »Margen-Restauration« im weltweiten Chemiegeschäft, so Dow-Chef Andrew Liveris. Auch die Geschäftsentwicklung beim größten Spezialchemiekonzern der Welt, Degussa, lässt hoffen. Degussa-Chef Utz-Hellmuth Felcht konnte sich im zweiten Halbjahr 2004 vor Aufträgen kaum retten.

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