Landesbank BayernLB soll halbiert werden
München - Die BayernLB geht offenbar auf Schrumpfkurs: Der Sanierungsplan für die Bayerische Landesbank sieht laut "Süddeutscher Zeitung" vor, das staatliche Kreditinstitut vor allem durch den Verkauf nahezu aller Tochterbanken beinahe zu halbieren. Das Blatt beruft sich auf ein Gutachten, das im Auftrag des Verwaltungsrates der BayernLB entstand und in dem der Sanierungsplan beschrieben und analysiert wird.
Die Bilanzsumme soll sich demnach auf 271 Milliarden Euro im Jahr 2013 nahezu halbieren. Auf der Verkaufliste stehen der Zeitung zufolge die SaarLB in Saarbrücken, die LBLux in Luxemburg und die GWB Immobilien AG in München. Die Töchter sollen kurzfristig abgestoßen werden. Über die SaarLB verhandeln die Bayern bereits mit dem Saarland.
Bis 2013 oder 2014 sei laut Sanierungsplan dann auch die Abgabe der MKB in Ungarn und der Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) vorgesehen. Auf Basis der als "vertraulich" gekennzeichneten Expertise wolle Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) die angeschlagene Staatsbank gesundschrumpfen. Die Empfehlungen der Berater werden zur Basis der weiteren Arbeit gemacht, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.
Eine wesentliche Verkleinerung der BayernLB sei laut Gutachten eine Vorgabe der Europäischen Union (EU) für die staatliche Rettungsaktion, schreibt die Zeitung weiter. Das Land Bayern stützt seine Landesbank mit zehn Milliarden Euro. Die Erlöse aus dem Verkauf der Tochterbanken sollen laut Gutachten dazu verwendet werden, einen Teil dieses Geldes zurückzuzahlen.